Bund fördert WHL-Forschungsvorhaben zu neuen Arbeitswelt-Konzepten

2009-07-09 08:02 von Stephan Kaiser

„Freelancer im Spannungsfeld von Flexibilisierung und Stabilisierung: Innovative Konzepte für den erfolgreichen Einsatz, die Motivation und Bindung sowie Stärkung ihrer beruflichen Identität und Employability (FlinK)“ – so lautet der Titel eines neuen Forschungsprojektes unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Kaiser (Lehrstuhl für ABWL, Personalmanagement und Organisation) an der WHL Wissenschaftliche Hochschule Lahr. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt innerhalb des Förderschwerpunktes „Balance von Flexibilität und Stabilität in einer sich ändernden Arbeitswelt“ für 3 Jahre.

Renommierte Kooperationsparter aus Forschung, Wirtschaft und Verbänden

Eine enge Kooperation wird dabei zwischen der WHL Lahr und der FernUniversität Hagen erfolgen. Internationale Forschungspartner (u.a. Massey University Auckland, Tel Aviv University und Wirtschaftsuniversität Wien), renommierte Unternehmen wie etwa Hubert Burda Media oder Hays AG sowie diverse Transferpartner und Verbände werden einen interdisziplinären Austausch zwischen Forschung und Praxis gewährleisten. Durch die Förderung können mehrere Stellen für wissenschaftliche und studentische Mitarbeiter geschaffen werden.

Das Forschungsvorhaben in Kürze

Mit dem Forschungsvorhaben greift das Projekt die aktuelle Thematik auf, dass Unternehmen auf zunehmende Flexibilisierungsanforderungen mit tiefgreifenden Veränderungen in ihrer Beschäftigungspraxis reagieren. Flexible, so genannte „Neue Beschäftigungsformen“ wie etwa hochqualifizierte Freelancer, die eigenverantwortlich und meist auf Projektbasis für ihre Auftraggeber tätig werden, sind gerade aus der IT- und Medienbranche nicht mehr aus dem Arbeitsalltag wegzudenken.

Ziel des Projektes ist es, mit tragfähigen und innovativen Konzepten zu einem professionellen Umgang mit Freelancern und zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen beizutragen. Dazu wird das Spannungsfeld von Flexibilisierung und Stabilität sowohl aus dem Blickwinkel des Unternehmens wie auch auf individueller Ebene untersucht: Wie gestalten Unternehmen das Wissensmanagement beim Einsatz freiberuflicher Mitarbeiter und welche Ansatzpunkte für eine erfolgreiche Führung und Zusammenarbeit ergeben sich? Welche Beziehungen zwischen Freelancern und Unternehmen bestehen und wie kann ein besseres Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben und eine bedürfnisgerechte Weiterbildung erreicht werden? Wie gehen (ältere) Freelancer mit spezifischen psychologischen Anforderungen um und wie können diese durch sinnvolle Konzepte in ein erfolgreiches Beziehungsmanagement integriert werden?

Durch den interdisziplinären Ansatz möchte das Projekt dazu beitragen, der zunehmenden Relevanz von Freelancern im Praxisalltag mit adäquaten Konzepten Rechnung zu tragen und eine eigenständige Freelancer-Forschungsrichtung auch im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Dazu sollen neuartige Konzepte eigenständig entwickelt und der Praxis Handlungsoptionen an die Hand gegeben werden. Diese dienen nicht nur dazu, die Arbeitsbedingungen der Freelancer und ihre Innovationsfähigkeit zu verbessern, sondern sollen (insbesondere auch kleinen und mittleren) Unternehmen ein erfolgreiches Management von Freiberuflern ermöglichen.

Bildunterschrift: Der Leiter des Forschungsvorhabens, Prof. Dr. Stephan Kaiser von der Universität der Bundeswehr München.

 

Weitergehende Fragen zum Forschungsvorhaben:

Prof. Dr. Stephan Kaiser

Professur für Personalmanagement und Organisation
Institut für Entwicklung zukunftsfähiger Organisationen
Universität der Bundeswehr München
Werner-Heisenberg-Weg 39
85577 Neubiberg

Stephan.Kaiser@unibw.de

Tel.: 089-6004-4405

 

 

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